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Fremdwasser

Fremdwasser

Fremdwasser ist Wasser, das zwar in die Kanalisation gelangt, aber dort eigentlich nicht hingehört - wie etwa durch Undichtigkeiten eindringendes Grundwasser, unerlaubt eingeleitetes Drainagewasser oder Niederschlag, der durch Kanalschacht-abdeckungen in einen Schmutzwasserkanal fließt. Da es nicht durch den häuslichen oder gewerblich-industriellen Gebrauch verunreinigt wurde, ist Fremdwasser in der Regel relativ sauberes Wasser, das Kanalsysteme und Kläranlagen unnötig belastet und dadurch zusätzliche Kosten verursacht.

  
Das Ruhreinzugsgebiet ist als niederschlagsreiche Mittelgebirgsregion besonders stark von Fremdwasser betroffen. Der Ruhrverband hat daher im Jahr 2005 ein auf sieben Jahre angelegtes Untersuchungsprogramm gestartet, in dem mit Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen, unter Einbeziehung der Aufsichtsbehörden und in enger Abstimmung mit den betroffenen Kommunen 50 besonders fremdwasserbelastete Kläranlageneinzugsgebiete untersucht werden.
An eine sechsmonatige Messkampagne, bei der unter anderem an zahlreichen Stellen in der Kanalisation des jeweiligen Einzugsgebiets die Durchflüsse erfasst werden, schließt sich die Auswertung aller erhobenen Messergebnisse und die Identifizierung der maßgeblichen Fremdwasserquellen an. Für diese Quellen werden in enger Abstimmung mit den zuständigen Kommunen schließlich konkrete Sanierungsmaßnahmen identifiziert und hinsichtlich ihres wasserwirtschaftlichen Nutzens sowie der zu erwartenden Kosten bewertet. Daraus ergibt sich eine Empfehlungsliste, die den Kommunen wertvolle Hilfestellung bei der zeitlichen Anordnung von Maßnahmen zur Fremdwassersanierung gibt. Die Daten aus der Kanalisationsmesskampagne werden außerdem zur Kalibrierung des detaillierten Niederschlags-Abfluss-Modells genutzt.

IEP-Broschüre zum Download (545 KB) (PDF)

 

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IEP-Broschüre (545 KB)

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