Im Jahr 2008 hat der Ruhrverband die Reinigungsleistung seiner Kläranlagen auf einem konstant hohen Niveau gehalten. Die Summe der Ausbaugrößen der 72 Kläranlagen beträgt insgesamt 3.282.000 Einwohnerwerte (EW). Alle Kläranlagen des Ruhrverbands halten die gesetzlichen Anforderungen an die Reinigung kommunaler Abwässer ein.
Die Bevölkerungszahl im Einzugsgebiet der Ruhr hat sich mit rund 2,134 Millionen am 30. Juni 2007 gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig geändert. Der Anteil der an Kläranlagen angeschlossenen Einwohner/innen ist dabei mit rund 98 Prozent in etwa gleich geblieben.
Das nebenstehende Diagramm dokumentiert die Entwicklung der mittleren Ausbaugröße und die Anzahl der Kläranlagen über die Jahre 1991 bis 2008. Dabei ist zu erkennen, dass zwar die absolute Anzahl der Kläranlagen im Ruhreinzugsgebiet abnimmt, die spezifische Ausbaugröße (Leistungsfähigkeit) der Anlagen an sich jedoch deutlich ansteigt.
Die aktuellen Untersuchungen zur Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an die Einleitung von kommunalen Abwässern haben gezeigt, dass im Berichtszeitraum (Ruhrgütebericht 2008) die geforderten Ablaufkonzentrationen der vier wichtigsten Parameter Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB), Phosphor (Pges.), Ammonium-Stickstoff (NH4-N) und anorganischer Stickstoff (Nanorg.) deutlich unterschritten wurden.
Die Grafik zeigt bei allen Kenngrößen eine leichte Erhöhung der Kennzahlen als Konzentrationen, die aber unter dem Niveau aus dem Jahr 2006 liegen. Die im Vorjahr erzielten niedrigeren Werte sind teilweise auf die Verdünnung durch die höhere Abwassermenge des niederschlagsreichen Jahres 2007 (mit 17 Prozent mehr Abwasser auf den Kläranlagen) zurückzuführen.