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Gewässerzustandskarten

Die Gewässergüte im Einzugsgebiet der Ruhr wurde bis 2006 in Form einer Gewässergütekarte dargestellt. Da die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) für Oberflächengewässer mittelfristig die Erstellung von Gewässerzustandskarten vorsieht, anhand derer abgelesen werden kann, welche Gewässer die Ziele der Richtlinie erfüllen, hat der Ruhrverband die Darstellungsform umgestellt und dokumentiert den Gewässerzustand nunmehr über Gewässerzustandskarten.

Eine Komponente zur Beschreibung des Gewässerzustands stellt das Makrozoobenthos dar. Diese auf oder in dem Boden des Gewässers lebenden Organismen, zu denen zum Beispiel Insektenlarven, Strudelwürmer, Krebstiere, Muscheln und Schnecken gehören, spielen im Ökosystem eines Fließgewässers eine bedeutende Rolle. Das Vorkommen oder Fehlen bestimmter Arten sowie die Zusammensetzung der Makrozoobenthoszönose ermöglichen Aussagen zur saprobiologischen Wasserqualität, zum strukturellen Zustand oder zum Versauerungszustand eines Fließgewässers. So zeigt das Makrozoobenthos neben der organischen Belastung ("Saprobie") insbesondere auch die "Allgemeine Degradation" an. Letztere gibt im Wesentlichen den strukturellen morphologischen Zustand eines Gewässers an, der sich in Veränderungen von besiedelbaren Habitaten und/oder dem Auftreten von Neozoen (nicht einheimischen Arten) widerspiegelt. Ebenso können über die "Allgemeine Degradation" definitionsgemäß auch Nutzungseinflüsse im Einzugsgebiet oder der Eintrag von Schadstoffen angezeigt werden.

Download: Wasserzustand - Saprobie 
Ökologischer Gewässerzustand im Ruhreinzugsgebiet - Makrozoobenthos (Modul "Saprobie"), Stand 2011. 96 Prozent der Probenahmestellen weisen einen "guten" oder "sehr guten" saprobiologischen Zustand, also eine geringe bis sehr geringe organische Belastung auf.

Download: Wasserzustand - Degradation 
Ökologischer Gewässerzustand im Ruhreinzugsgebiet - Makrozoobenthos (Modul "Allgemeine Degradation"), Stand 2011. Rund 50 Prozent aller untersuchten Probenahmestellen zeigen hinsichtlich der "Allgemeinen Degradation" einen "guten" bzw. "sehr guten" Zustand. Ursache für den "mäßigen", "unbefriedigenden" und in Einzelfällen auch "schlechten" Zustand an den restlichen Probenahmestellen sind zumeist die unbefriedigenden Gewässerstrukturen.

Mehr zum Gewässerzustand der Ruhr im aktuellen Ruhrgütebericht.

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