Workshop Flussgebietsmanagement

TeilnehmerInnen des Workshops
Prof. Dr.-Ing. Thomas Grünebaum bei der Begrüßung und thematischen Einführung

Die Vorgabe der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) zu einem flussgebietsbezogenen wasserwirtschaftlichen Handeln ist seit teilweise bereits mehr als 100 Jahren im Aktionsradius der in Nordrhein-Westfalen existierenden sondergesetzlichen Wasserverbände verwirklicht. Um die Erkenntnisse und Erfahrungen dieses praktisch durchgeführten Flussgebietsmanagements in den Umsetzungsprozess der EG-WRRL einzubringen und den Dialog der Fachleute zu fördern, hatte der Ruhrverband bereits vor der offiziellen Inkraftsetzung der Richtlinie einen gegenseitigen Meinungs- und Informationsaustausch initiiert. Der Workshop Flussgebietsmanagement widmet sich seit dem Jahr 2000 in Form einer Gemeinschaftsveranstaltung der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA), des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW), der European Water Association (EWA) und des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) in Kooperation mit dem Institut zur Förderung der Wassergüte- und Wassermengenwirtschaft e. V. (IFWW) aktuellen wasserwirtschaftlichen Themen und wird in seiner inhaltlichen Ausrichtung durch den Ruhrverband mitgestaltet. Zu Beginn des Jahres 2016 konnte als weiterer Mitveranstalter das Zentrum für Wasser- und Umweltforschung der Universität Duisburg Essen (ZWU) gewonnen werden. Gleichzeitig ist der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) als solcher ausgeschieden. Integraler Bestandteil des Workshops ist eine Befragung der jeweiligen Teilnehmer zu ihrer Einschätzung des Umsetzungsprozesses der EG-WRRL, die stets eine gute Resonanz gefunden hat.

 

17. Workshop 2016 - Bilanz und Perspektive der Wasserrahmenrichtlinie - Der Meilenstein 2019

Nachdem der Übergang vom ersten in den zweiten Bewirtschaftungszyklus eher unspektakulär verlaufen ist, macht ein Blick in die Wasserrahmenrichtlinie selbst klar, dass sie in naher Zukunft vor einer richtungsweisenden Entscheidung stehen wird. Denn gemäß ihrem Artikel 19 ist die Europäische Kommission aufgerufen, diese Richtlinie spätestens 19 Jahre nach ihrem Inkrafttreten – also im Jahr 2019 – zu überprüfen und gegebenenfalls erforderliche Änderungen vorzuschlagen. Auch wenn bis dahin noch genügend Zeit zu sein scheint, stand der 17. Workshop Flussgebietsmanagement ganz im Zeichen dieses Reviewprozesses und beleuchtete damit verbundene Fragestellungen aus verschiedenen administrativen und inhaltlichen Gesichtspunkten. In Ergänzung dazu befassten sich mehrere Vorträge aber auch mit aktuellen fachlichen Aspekten zur Zustandsbewertung und möglichen Zielerreichung. Sie machten deutlich, dass neben den notwendigen Maßnahmen vor allem Transparenz und Kommunikation wichtige Bausteine auf dem Weg zu einem guten Gewässerzustand sind.

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16. Workshop 2015 - 15 Jahre Wasserrahmenrichtlinie – Zwischenbilanz, Herausforderungen, Perspektiven

Fünfzehn Jahre nach Inkraftsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie beginnt im Dezember 2015 der zweite Bewirtschaftungszyklus. Daher stand die Veranstaltung zunächst im Fokus einer Betrachtung des hinsichtlich der darin formulierten Ziele bisher Erreichten. Sie widmete sich aber auch einer kritischen Auseinandersetzung zu den Erfahrungen mit der in der Richtlinie vorgegebenen aktiven Öffentlichkeitsbeteiligung. Ein starkes Gewicht legte der Workshop diesmal auf die stoffliche Komponente. Verschiedene Vorträge beleuchteten daher die Frage nach den Ursachen der weiterhin bestehenden Nährstoffbelastung von Fließgewässern und Grundwasser. Sie befassten sich aber auch mit den heftig diskutierten Mikroverunreinigungen im Wasserkreislauf und der Suche nach der richtigen Maßnahmenstrategie für einen effizienten Rückhalt dieser Stoffe. Letztlich dürften hierfür nur nachhaltig wirkenden Lösungen zielführend sein.

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Ergebnisse der Fragebogenaktion (Stand November 2015)

Seit dem Jahr 2000 findet in jährlicher Abfolge in Essen der Workshop Flussgebietsmanagement statt. Parallel zu den Workshopvorträgen wird im Rahmen dieser Veranstaltung auch ein Fragebogen zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verteilt und ausgewertet, um jeweils ein Meinungs- und Bewertungsbild aus diesem Expertenkreis zu erhalten. Dieser Fragebogen beinhaltete über die letzten fünf Jahre unverändert Verfahrensschritte und Problempunkte bei der Maßnahmenrealisierung sowie Einschätzungen zum Synergie- und Konfliktpotenzial verschiedener Handlungsfelder. Auch mit Blick auf die erkennbaren Inhalte des zweiten Bewirtschaftungsplans hatten die Veranstalter für den diesjährigen Workshop allerdings einige neue Fragen zusammengestellt. Dabei stand diesmal eine Sondierung wesentlicher Defizite beim Gewässerzustand, bevorzugter Ansatzpunkte für Maßnahmen und potenzieller Hürden bei der Maßnahmenumsetzung im Fokus.

Download der Befragungsfolien (3,5 MB) (PDF)
Download Befragungsauswertung (1,0 MB) (PDF)

15. Workshop 2014 - Auftakt zum zweiten Bewirtschaftungszyklus

Zum 22. Dezember 2014 haben die zuständigen Behörden den Entwurf für den zweiten Bewirtschaftungsplan zur Europäischen Wasserrahmenrichtlinie vorzulegen. Vor diesem Hintergrund hatte die Veranstaltung eine kritische Reflexion des ersten Bewirtschaftungszyklus zum Inhalt und widmete sich den Defiziten aus bisheriger Umsetzung, der Neuausrichtung von Zielen sowie der möglichen Optimierung von Verfahren und Prozessen. Einen Schwerpunkt bildete die Frage, welchen Einfluss die Gewässerstruktur und die menschlichen Aktivitäten auf den zu erreichenden guten Gewässerzustand haben. In weiteren Vorträgen ging es darum, wie es gelingt, Hindernisse zur Maßnahmenumsetzung zu beseitigen oder die Menschen bei der Absolvierung der Aufgabe der gewässerseitigen Zustandsverbesserung mitzunehmen. Dabei wird es wichtig sein, ob und in welcher Form es gelingt, den Zustand des Gewässer – ausgedrückt durch die biologischen Qualitätskomponenten – transparent und anschaulich darzustellen, zu vermitteln und zu verstehen.

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14. Workshop 2013 - Bewirtschaftungsplanung in der Praxis

Die organisatorischen Vorbereitungen für die Erstellung des zweiten Bewirtschaftungsplans werfen bereits ihre Schatten voraus. Daher sollte die Veranstaltung vor allem darlegen, wie sich der Bewirtschaftungsprozess im Alltagsgeschäft der wasserwirtschaftlichen Aktivitäten widerspiegelt und wie er potenziell zu einer nachhaltigen Umweltentwicklung beitragen kann. Grundlegende Voraussetzung für diese Aktivitäten ist neben dem Wissen um einen zu erreichenden Zielzustand vor allem die Kenntnis über die derzeit bestehenden Verhältnisse, die das Gewässermonitoring liefern soll. Mehrere Vorträge befassten sich mit verschiedenen Facetten dieses Monitoring als Basis für die Ableitung zukünftig notwendiger Handlungsschritte. Ebenfalls beleuchtete der Workshop die bislang vorliegenden Erkenntnisse zur Kategorie der als erheblich verändert ausgewiesenen Gewässerstrecken.

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