Kläranlagen

Im Ruhreinzugsgebiet produzieren täglich 2,2 Millionen Menschen aus privaten Haushalten und gewerblichen Betrieben Abwasser. Es weist ganz unterschiedliche Verunreinigungen auf, angefangen von Speiseresten, Papier und Fäkalien bis hin zu Reststoffen aus der Industrie. Derart verschmutzt dürfen diese Abwässer nicht in die Flüsse gelangen. Daher wird das Abwasser durch die Gemeinden in Kanalnetzen gesammelt und den insgesamt 66 Kläranlagen des Ruhrverbands zugeleitet, wie in der schematischen Darstellung der Siedlungsentwässerung zu sehen ist.

Auf der Kläranlage angekommen wird das Abwasser einer intensiven mechanischen und biologischen Reinigung unterzogen. Hierbei werden sowohl feste Abwasserinhaltsstoffe mechanisch abgetrennt als auch gelöste Inhaltsstoffe entfernt. Anschließend wird das Wasser gereinigt wieder dem Gewässer zugeleitet. Die dem Abwasser entnommenen Inhaltsstoffe werden einer Schlammbehandlung zugeführt. Die Ausgestaltung und die Verfahrensauswahl von Reinigungsstufen auf einer Kläranlage orientieren sich am Ausmaß der Abwasserverschmutzung. Die zu erreichende Reinigung des Abwassers wird in Deutschland durch gesetzliche Anforderungen geregelt. In Einzelfällen kann es aus Gewässerschutzgründen zu höheren Reinigungsanforderungen kommen, so dass Kläranlagen noch mit einer weitergehenden Reinigungsstufe ausgerüstet sind.

Abwasserreingung am Beispiel der Kläranlage Duisburg-Kaßlerfeld

1 Zulaufkanal
2 Rechengebäude
3 Sandfang
4 Vorklärbecken
5 Belebungsbecken (biologische Reinigungsstufe)
6 Nachklärbecken
7 Regenwasserbecken
8 Ablaufkanal
9 Betriebsgebäude
10 Schlammfaulbehälter
11 Schlammentwässerungsgebäude
12 Gasbehälter
13 Schlammeindicker
14 Phosphatfällung