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Freizeitordnung für die Talsperren des Ruhrverbands

Die Freizeitordnung des Ruhrverbands wurde zu Beginn des Jahres 2015 überarbeitet. Die neue Fassung steht hier zum Download bereit. Darüber hinaus wurde ein Handblatt zur Befestigung der Bootsplakette erstellt.

Als wesentliche Neuerung der aktuellen Freizeitordnung wird für Sportboote künftig erst ab einer Größe von sieben Quadratmetern  eine Bootsplakette benötigt. Der Ruhrverband kommt damit vor allem jenen Nutzern entgegen, die kleinere Ruderboote mit Elektromotoren ausgestattet haben und seitdem sowohl eine Boots- als auch eine Motorplakette erwerben mussten. Für sie entfällt die Bootsplakettenpflicht; die Motorplakette wird auch weiterhin benötigt. Für Besitzer größerer Boote (über sieben Quadratmeter) wird es ab der Saison 2016 ebenfalls komfortabler: Eine Kombiplakette (Boot und Motor) ersetzt dann die derzeit notwendigen zwei Plaketten.

Die rechtliche Grundlage für die Freizeitnutzung der Ruhrverbandstalsperren bilden die Gemeingebrauchsverordnung der Bezirksregierung Arnsberg sowie die ergänzende Freizeitordnung des Ruhrverbands. Die Verordnungen haben das Ziel, eine möglichst umfangreiche gewässerverträgliche Freizeitnutzung mit den übrigen wasserwirtschaftlichen Aufgaben der Talsperren in Einklang zu bringen.

Erlaubt ist unter anderem das Befahren mit gewässerverträglichen Elektromotoren. Dieses erweiterte Freizeitvergnügen hat der Ruhrverband zur Sommersaison 2011 als erster Talsperreneigentümer in Nordrhein-Westfalen gestattet. Die Verse-, Fürwigge- und Ennepetalsperre, aus denen direkt Trinkwasser gewonnen wird, sind von der Regelung unberührt; auch auf der Listertalsperre sind Elektromotoren weiterhin tabu.

Wer die Talsperren mit Elektromotoren befahren will, benötigt dazu eine Motor- und gegebenenfalls zusätzlich eine Bootsplakette. Erlaubt ist neben dem Elektromotoreinsatz auch das Fahren mit elektrobetriebenen Modellbooten in ausgewiesenen Bereichen.

Abweichend zu den ausgewählten Talsperren ist der Einsatz von Elektromotoren auf dem Harkort-, Hengstey- und Kemnader See nicht gestattet. Der Grund: Die Talsperren weisen Tiefen bis zu 30 Metern und mehr auf, während die Ruhrstauseen sehr flach sind. Die Seen wurden ehemals als "Absetzbecken" konzipiert und sollten Schwebstoffe im Wasser zurückhalten. Die Propeller der Motoren, bzw. deren Turbulenzen, wirbeln dieses Sediment auf.

Da sich im Zulaufbereich der Möhne in die Möhnetalsperre ein besonderer Flachwasserbereich als Rast- und Brutgebiet für Wasservögel entwickelt hat, ist neben dem Windsurfen auch jede sonstige Nutzung des Bereichs durch Boote und andere Wasserfahrzeuge bis auf Weiteres untersagt. Der Bereich ist durch Bojen gekennzeichnet.

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