Gemeinsame Sache – Zusammenarbeit mit Forschung und Lehre

Ein Anteil von etwa 20 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ruhrverbands sind Hochschulabsolventen – von Universitäten, Technischen Hochschulen oder (Fachhoch-) Schulen. Ihnen wurde während des Studiums der jeweils aktuelle Stand des Fachwissens vermittelt, der sich gerade im akademischen Bereich ständig und schnell weiterentwickelt. Hier gilt es, die Fort- und Weiterbildungsangebote der Hochschulen zu nutzen, um bei den beruflichen Arbeiten eine bestmögliche Aufgabenlösung unter Nutzung des neuesten Stands des Fachwissens zu ermöglichen.

Darüber hinaus sehen die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den vielfältigen Anlagen und Aufgaben des Ruhrverbands auch einen breiten Anwendungsbereich neuer, vorwiegend ingenieur- und naturwissenschaftlicher Ansätze, Verfahren und Entwicklungen. Dies gilt in erster Linie für die technisch oder naturwissenschaftlich ausgerichteten Forschungseinrichtungen. Um hier zu praxistauglichen und anwendungsorientierten Lösungen zu gelangen, ist nicht nur eine fachliche Zusammenarbeit angezeigt. Zusätzlich bietet sich der versuchsweise Einsatz, die pilotmäßige Erprobung oder die praxisorientierte Weiterentwicklung von Verfahren, Methoden oder Vorschlägen aus der Wissenschaft beim Ruhrverband an. Oder – auf umgekehrtem Weg – es werden Ansätze oder Anregungen des Ruhrverbands, die sich im praktischen Betrieb ergeben haben, von den Hochschulen aufgegriffen. Gerade auf Betriebsanlagen können somit vielfach Lösungen gefunden werden, die eine deutliche Verbesserung der Verfahren oder Prozesse hinsichtlich der Zielgrößen bzw. der Wirtschaftlichkeit ermöglichen.

Bei vielen dieser Vorhaben besteht ein allgemeines oder öffentliches Interesse an der Problemlösung, so dass eine Finanzierung aus öffentlichen Mitteln in Anspruch genommen werden kann.    

Schließlich werden auch Diplom-, Bachelor-, Master- oder sonstige Studienarbeiten (verlinken zu Karriere/ Studien- und Abschlussarbeiten) betreut, um bei anstehenden Fragestellungen Beiträge zu Problemlösungen zu erarbeiten. Neben einer Erarbeitung der aktuellen Grundlagen finden sich hierüber häufig gute Anregungen, die bei den weiteren Arbeiten genutzt werden können. Im Zuge der Personalentwicklung und der Sicherung qualifizierter Nachwuchskräfte hat sich die Vernetzung mit den Ausbildungsstätten im Hochschulbereich als sehr hilfreich erwiesen. Über diesen Weg ergibt sich dann auch eine Einbindung in besondere Programme und Kollegs an den Hochschulen, z.B. zur Förderung von weiblichen Studierenden in technischen Berufen, zur Weiterqualifizierung im postgradualen Bereich, zur Durchführung von Praktika, Hospitationen, Exkursionen o.ä.

Die hohe Reputation des Ruhrverbands in der Fachwelt zeigt sich auch in zahlreichen Anfragen für Vorträge im akademischen Bereich sowie in Lehraufträgen einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.