Betrieb der Abwasseranlagen

Der Betrieb der Abwasseranlagen kommt nicht mit einer exzellenten Abwasserreinigung zum Abschluss. Ganz wesentlich bestimmt die Klärschlammbehandlung und die Entsorgung der Reststoffe den Betriebsablauf und vor allem die Kosten. Auch hier werden jeweils adäquate Verfahren und Techniken angewendet.

Wesentlicher Bestandteil des Betriebs ist schließlich auch die Niederschlagswasserbehandlung. Hier betreibt der Ruhrverband rund 550 Anlagen, die in der Regel integrierte Bestandteile der kommunalen Netzen sind und ebenfalls von Spezialisten betrieben werden.

Derzeit sind im operativen Bereich "Abwasserbehandlung" ca. 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt. Selbstverständlich ist der Betrieb in eine Vielzahl von rechtlichen Vorschriften eingebunden, die den Rahmen geben und last but not least zwingt die Abwasserabgabe zu einem höchstmöglichen effizienten Betrieb und besten Reinigungsergebnissen.

Das nachfolgende Bild gibt einen Einblick in die Anforderungen an die Betriebsführung der Anlagen.

Der Ruhrverband betreibt rund 70 Kläranlagen mit einer Reinigungskapazität von 3,2 Mio. Einwohnerwerten (EW). Das Spektrum der Kläranlagengröße reicht dabei von Kleinanlagen mit nur wenigen 100 EW Anschlussgröße im Sauerland bis zu Großanlagen mit 450.000 EW, wie z. B. die Kläranlage Duisburg-Kaßlerfeld.

Je nach Standort und den als Indirekteinleiter ansässigen Industrie- und Gewerbebetrieben bleibt das Ziel unserer Reinigungsanstrengungen immer gleich - höchstmögliche Abwasserreinigung und effizienter Betrieb - doch die Anlagen gestalten sich häufig sehr unterschiedlich.

Je nach Standort werden unterschiedliche Verfahrenstechniken auf den jeweiligen Fall zugeschnitten. So können im Sauerland durchaus naturnahe Techniken wie Teichanlagen zum Einsatz kommen. An anderen Standorten werden hoch konzentrierte Abwässer aus der Papierindustrie mit einer speziellen Reaktortechnik anaerob vorbehandelt.