Pumpwerke und Leitungen

Pumpwerke

Das im Kanalisationsnetz gesammelte Abwasser kann oftmals nicht im freien Gefälle einer Kläranlage zugeführt werden. In anderen Fällen muss das gereinigte Abwasser bei Hochwasser auf der Kläranlage gehoben werden. Aus diesen Gründen betreibt der Ruhrverband insgesamt 118 verbandseigene Pumpwerke für die Schaffung der notwendigen Vorflut (Stichtag 31. Dezember 2013). Einlaufpumpwerke und Hochwasserpumpwerke liegen, wie auch Zwischenpumpwerke, in der Regel auf dem Gelände der Kläranlage. Zubringerpumpwerke, die zur Überleitung des Abwassers einzelner Siedlungsgebiete dienen, liegen zum Teil mehrere Kilometer von der Kläranlage entfernt. Die Regenwasserpumpwerke sorgen für eine Fortleitung des erhöhten Zuflusses, der durch Niederschläge bedingt ist.

Abwasserkanäle und Abwasserdruckrohrleitungen

Der Ruhrverband betreibt außerhalb seiner Kläranlagen als Verbindungsleitungen Abwasserkanäle und -druckrohrleitungen von insgesamt rund 325 Kilometern Länge. Sie dienen in der Regel dem Anschluss von geschlossenen Siedlungsgebieten, die sonst durch eine eigene Kläranlage entsorgt werden müssten. Ein Teil der Leitungen dient neben der Durchleitung auch der Sammlung von Abwässern. In diesen Fällen hat der Ruhrverband vielfach lediglich ein Durchleitungsrecht erworben. Neben den Anlagen zur Zuleitung betreibt der Ruhrverband auch die Ablaufkanäle seiner Kläranlagen und im Zusammenhang mit Niederschlagswasserbehandlungsanlagen Entlastungskanäle. Sie erreichen zum Teil Längen von mehreren hundert Metern. Einige der Kläranlagen des Ruhrverbandes verfügen nicht über eine eigene, vollständige Schlammbehandlung. Stattdessen wird der anfallende Klärschlamm über Druckleitungen zur weiteren Behandlung benachbarten Anlagen zugeführt.