Wasser und Gewässer im Naturhaushalt

Als Wasserwirtschaftsverband fühlt sich der Ruhrverband in besonderem Maße dem Ressourcenschutz, dem Naturschutz und der Landschaftspflege verbunden und verpflichtet. Durch die Zielvorgabe des „guten chemischen und ökologischen Zustands“ für die Oberflächengewässer, die durch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) eingeführt wurde und mittlerweile auf nationaler und regionaler Ebene umgesetzt wird, kommt zum Ausdruck, dass Wasserwirtschaft mittlerweile nicht nur nutzungsbezogen ausgerichtet ist, sondern auch einer nachhaltigen Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen dient (Flussgebietsmanagement). Der Ruhrverband setzt entsprechende Maßnahmen mit dem gesetzlichen Ziel eines „guten ökologischen Zustands“ an den Gewässerabschnitten mit eigener Unterhaltungspflicht im Rahmen der Umsetzung der EG-WRRL um. Darüber hinaus unterstützt er seine Mitglieder bei Planung und Umsetzung von Maßnahmen. Hervorzuheben sind die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Brabecke im Beileitungssystem der Hennetalsperre zur ökologischen Vernetzung von Gewässerabschnitten, die Renaturierung des Sprockhöveler Bachs im Auftrag der Stadt Sprockhövel sowie die Renaturierung von Unterer Sorpe und Röhr in Kooperation mit der Stadt Sundern.

Die Landschafts- und die Gewässergestaltung (Gewässerentwicklung, -renaturierung, -vitalisierung) (Landschafts- und Gewässergestaltung) dient insbesondere auch der Etablierung und Förderung von Habitaten für die typgerechte Flora und Fauna in und an den Gewässern. Eine hohe, standortgerechte Biodiversität hat zentrale Bedeutung für die Stabilität von Ökosystemen und den Erhalt der Gewässer als natürlichen Ressourcenschatz. Dies wird unterstützt durch die Bewirtschaftung von rund 3.100 ha Waldflächen des Ruhrverbands im Einzugsgebiet seiner Talsperren (Forstwirtschaft) sowie die Fischwirtschaft zur Erhaltung und Hege eines artenreichen heimischen Fischbestands in den Talsperren (Fischwirtschaft). Forstwirtschaft und Fischwirtschaft an den Talsperren des Ruhrverbands machen deutlich, dass mit der Berücksichtigung der ökologischen Zusammenhänge eine ertragreiche und attraktive Bewirtschaftung möglich, zielführend und für die Wasserwirtschaft sinnvoll ist.