Erfurter Gespräche

In Ergänzung zum Workshop Flussgebietsmanagement hat die DWA im Jahr 2003 mit den Erfurter Gesprächen eine weitere Seminarreihe zur Europäischen Wasserrahmenrichtlinie geschaffen, die thematisch insbesondere die Belange des mitteldeutschen Raums behandeln und diskutieren soll. Die Organisation der Veranstaltung obliegt dem DWA Fachausschuss GB-10 "Wasserrahmenrichtlinie". Über die Seminarleitung ist auch der Ruhrverband in die inhaltliche Ausgestaltung der Erfurter Gespräche eingebunden.

Erfurter Gespräche 2017: Der zweite Bewirtschaftungsplan – weiter wie bisher oder Ansatz zu Veränderungen?

Nachdem vor etwas mehr als einem Jahr der zweite Bewirtschaftungsplan in Kraft getreten ist, befassten sich die diesjährigen Erfurter Gespräche mit der Frage, in welcher Form er nun tatsächlich das wasserwirtschaftliche Handeln bestimmt und welche Veränderungen gegenüber der bisherigen Handlungspraxis eingetreten sind. Die hierzu gehaltenen Vorträge setzten sich dabei kritisch damit auseinander, in welchen Bereichen die Wasserrahmenrichtlinie hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, welche Erfolge sie aber durchaus auch mit sich gebracht hat. Praktisches Anschauungsmaterial hierzu lieferten mehrere Beiträge zur Integration hochwasserrelevanter oder naturschutzfachlicher Gesichtspunkte sowie zur Notwendigkeit der Gewinnung von Fläche und von Akzeptanz für die Durchführung von Maßnahmen.

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Erfurter Gespräche 2016: Start in den zweiten Bewirtschaftungszyklus

Am 22.12.2015 wurde mit dem Beginn des zweiten sechsjährigen Bewirtschaftungszyklus ein weiterer zeitlicher Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie erreicht. Anlässlich dieser Zäsur beleuchteten die diesjährigen Erfurter Gespräche in durchaus kritischer Form die bisherigen Aktivitäten rund um die Wasserrahmenrichtlinie und erörterten darauf die möglichen zukünftigen Entwicklungen sowie die daraus resultierenden Herausforderungen aus wasserwirtschaftlicher, ökologischer und rechtlicher Sicht. Daneben vermittelten sie in vier Vorträgen diesmal auch verschiedene Aspekte der praktischen Maßnahmenumsetzung. Damit bot die Veranstaltung erneut Gelegenheit, sich im überschaubaren Kreis einem befruchtenden gegenseitigen Meinungs- und Gedankenaustausch zu widmen.

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Erfurter Gespräche 2015: Aktuelle Aspekte der Bewirtschaftungsplanung gemäß WRRL

Seit Ende 2014 liegen die Entwürfe für den zweiten Bewirtschaftungsplan und das zugehörige Maßnahmenprogramm vor. Doch was haben wir von diesem zweiten Bewirtschaftungsplan zu erwarten und wie wird darin auf die vielfältigen aktuellen Herausforderungen der Wasserwirtschaft, wie z. B. den Klimawandel oder die unterschiedlichen Nutzungsansprüche an unsere Gewässer, reagiert? Auch das bestehende hohe Vorkommen von Nährstoffen im Wasserkreislauf stellt weiterhin eine der wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen für die Zukunft dar. Welche Handlungsstrategien zur Reduzierung des heutigen Nährstoffeintrags in die Gewässer sind notwendig und wie lassen sich effiziente und nachhaltige Maßnahmen entwickeln? Für die Findung der richtigen Lösungen dürfte die Partizipation zur Schaffung von Transparenz und zur unmittelbaren Beteiligung Betroffener ein wichtiges Element darstellen. Die diesjährigen Erfurter Gespräche boten Gelegenheit, diese Aspekte intensiv zu beleuchten und in einem gegenseitigen Meinungs- und Gedankenaustausch zu erörtern.

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Erfurter Gespräche 2014: Wasserbewirtschaftung im Wandel der Zeit

Der bisherige Fortschritt in den Bemühungen zur Realisierung der im Maßnahmenprogramm des Bewirtschaftungsplans dargelegten Aktivitäten scheint nach jetzigem Kenntnisstand hinter den Erwartungen zurück zu bleiben. Daher beschäftigten sich die diesjährigen Erfurter Gespräche thematisch mit der Frage, ob und in welchem Umfang die Inhalte der Wasserrahmenrichtlinie stärker als bislang vielleicht erfolgt in das praktische wasserwirtschaftliche Handeln auf Seiten der Behörden, der Maßnahmenträger und auch anderer Interessenvertreter zu verankern sind. Ebenfalls stand die Darlegung der relevanten Faktoren, die letztlich ausschlaggebend dafür sind, über die Schaffung natürlicher oder naturnaher Gewässerstrukturen eine ökologisch positive Antwort zu erhalten, im Fokus der Veranstaltung. Eng damit verknüpft sind auch die stofflichen Belastungen unserer Gewässer, deren Auswirkungen auf den Gewässerzustand anhand der derzeit diskutierten Güteziele erörtert wurden. Die Möglichkeit eines intensiven Meinungs- und Gedankenaustauschs über die vorgenannten Aspekte trug erneut zu einem guten Gelingen der zwölften Erfurter Gespräche bei.

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Erfurter Gespräche 2013: Herausforderungen bei der Erreichung der Bewirtschaftungsziele

Die Verfolgung der Zielsetzungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie hat mittlerweile mehr oder weniger in das wasserwirtschaftliche Tagesgeschäft Eingang gefunden. Bei dieser Aufgabe besteht allerdings weiterhin die Unsicherheit, wie die in den Bewirtschaftungsplänen eher abstrakt formulierten Handlungsrichtungen in konkrete Maßnahmen vor Ort zu übersetzen sind. Zudem gilt es, bei jeder Maßnahmenfindung auch die Ziele anderer Handlungsfelder, wie beispielsweise Hochwasserschutz, regenerative Energieerzeugung oder die Landwirtschaft, mit in Betracht zu ziehen und die mitunter daraus resultierenden gegensätzlichen Ansprüche in der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen. Wichtige Aktionsbereiche zur Behebung bestehender morphologischer Defizite sind Gewässerrenaturierung und Gewässerunterhaltung. Doch welche Wirkungen hinsichtlich einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für Flora und Fauna lassen sich durch Maßnahmen in diesen beiden Handlungsfeldern tatsächlich erreichen. Diese vorgenannten Aspekte sind im Rahmen der elften Erfurter Gespräche beleuchtet und in einem intensiven Meinungs- und Gedankenaustausch diskutiert worden.

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