Häufig gestellte Fragen/FAQ

Freizeit und Sport

Wenn das Boot mit einer Länge über alles mal einer Breite über alles eine kleinere Fläche hat als 7 Quadratmeter und ausschließlich mit Muskelkraft betrieben wird, benötigt es keine Plakette.
Weitere Informationen: ruhrverband.de/sport-freizeit/freizeitordnung/

Das Befahren der Talsperren mit einem Boot mit E-Motor ist unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Es wird allerdings eine E-Motor-Plakette benötigt. Weitere Informationen können Sie in unserer Freizeitordnung für unsere Talsperren lesen: ruhrverband.de/sport-freizeit/freizeitordnung/

Verbrennungsmotoren sind nicht erlaubt. Wenn Boote mit eingebautem Verbrennungsmotor auf den Talsperren eingesetzt werden sollen, ist die Schraube zu demontieren, sämtliche Schmier-und Betriebs-stoffe von Bord sind zu entfernen und alle Seeventile zu schließen.

Das Boot darf mit einer Länge über alles mal einer Breite über alles nicht größer als 20 m² groß sein.

Eine Plakette wird ab 6 PS benötigt. Diese muss bei der Bezirksregierung Düsseldorf beantragt werden.

Unter folgendem Link finden Sie die Ruhrschifffahrtsverordnung der Bezirksregierung Düsseldorf, welche auf der Ruhr, dem Baldeneysee und dem Kettwiger See gilt. www.brd.nrw.de/verkehr/schifffahrt_schiffsverkehr_haefen/service/ruhr_schvo.pdf

Ja, das Paddeln auf der Ruhr mit einem nicht motorisierten Schlauchboot ist erlaubt. Das Befahren des Baldeneysees ist nur außerhalb der Fahrrinne, begrenzt durch grüne und rote Tonnen, erlaubt. Des Weiteren gibt es Hinweisschilder an Stellen, die nicht befahren werden dürfen. Das Boot sollte nur an gut zugänglichen Stellen und ohne Zerstörung der Ufervegetation ins Wasser gelassen werden.

Der Ruhrverband direkt verkauft keine Plaketten, dies übernehmen die Verkaufsstellen vor Ort. Wo Sie E-Motorplaketten, Bootsplaketten und Angelscheine erhalten können, sehen Sie in den aufgelisteten Ausgabestellen unter folgendem Link:

http://www.angeln-im-sauerland.de/fileadmin/pdf-datei/ruhrverband_ausgabestellen_angelkarten.pdf

Ja, es können Monatsplaketten und Jahresplaketten über die Verkaufsstellen erworben werden.
Tagesplaketten werden nicht angeboten.

Die Plaketten können Sie an den Adressen in folgendem Link erwerben:
www.angeln-im-sauerland.de/fileadmin/pdf-datei/ruhrverband_ausgabestellen_angelkarten.pdf

Das Befahren der Talsperren mit einem ferngesteuerten Modellboot ist an ausgewiesenen Stellen auf dem Möhnesee, dem Hennesee und dem Biggesee erlaubt.

Die ausgewiesenen Stellen finden Sie in der Legende unserer Freizeitkarten:
Möhnetalsperre: www.ruhrverband.de/fileadmin/pdf/sport_und_freizeit/Freizeitkarten/FK-Moehne_2017.pdf

Biggetalsperre: www.ruhrverband.de/fileadmin/pdf/sport_und_freizeit/Freizeitkarten/FK-Bigge_2017.pdf

Hennetalsperre: ruhrverband.de/fileadmin/pdf/sport_und_freizeit/Freizeitkarten/FK-Henne_2017.pdf

Jedoch ist das Befahren lediglich mit einem Elektromotor erlaubt, das Befahren mit einem Verbrennungsmotor ist nicht gestattet.

Das Kitesurfen ist auf den Talsperren und Stauseen des Ruhrverbands nicht gestattet.

Das Baden in den Talsperren ist nur im Bereich vorgegebener Badestellen und Badeanstalten gestattet. Der Betrieb erfolgt durch Dritte. Der Betreiber kann ein Entgelt verlangen. Die Benutzungsbedingungen der Betreiber sind einzuhalten.

Für das Befahren der Ruhr gilt die Ruhrschifffahrtsverordnung, welche von der Bezirksregierung Düsseldorf erlassen wurde. Die Verordnung besagt, dass man beim Befahren der Ruhr mit einem Boot ab 7 PS einen Führerschein benötigt.

Unter folgendem Link finden Sie die Ruhrschifffahrtsverordnung: www.brd.nrw.de/verkehr/schifffahrt_schiffsverkehr_haefen/service/ruhr_schvo.pdf

Wasserfahrzeuge und Wassersportgeräte dürfen nur an den zugelassenen Stellen zu Wasser gelassen werden. Die zugelassenen öffentlichen Einlassstellen sind in den bei den Ausgabestellen ausliegenden Freizeitkarten bzw. auf den Informationstafeln an den jeweiligen Talsperren eingezeichnet.

Die vordringliche wasserwirtschaftliche Aufgabe der Talsperren bringt es mit sich, dass die Wasserstände stark schwanken und in Trockenzeiten, im Zuge von betrieblichen Maßnahmen etc., extrem niedrig sein können.

Aktuelle Informationen zu den Wasserständen finden Sie auf der Internetseite unserer Talsperrenleitzentrale ->
www.talsperrenleitzentrale-ruhr.de/online-daten/

Schutzanstriche von Wasserfahrzeugen, so genannte „Antifoulinganstriche“, dürfen keine wassergefährdenden Stoffe enthalten. Der Einsatz von zinnorganischen Verbindungen (z.B. Tributylzinn) ist verboten.

Die Boots- und Motorplaketten sind gut sichtbar am linken Bug von Booten, bei allen anderen Wasserfahrzeugen an gut sichtbarer, nicht demontierbarer Stelle aufzukleben (siehe auch unter folgendem Link „Ordnungsgemäße Anbringung der Motor-und Bootsplaketten“). ruhrverband.de/fileadmin/pdf/sport_und_freizeit/Handblatt_Anbringung_Motorplakette_2017.pdf

Bei Verlust, Außerbetriebnahme, Neukauf etc. eines Wasserfahrzeugs ist eine neue Plakette zu erwerben. Ebenso ist dies nötig bei Verlust einer Motor-und/oder Bootsplakette. Wird der gleiche Elektromotor an mehreren Booten eingesetzt, so bedarf jedes Boot einer eigenen Motorplakette. Für gewerbliche Bootsvermietungen gelten besondere Regelungen.

E-Motor-Boote sind ausweichpflichtig. Segler und Boote, die durch Muskelkraft betrieben werden, haben Vorfahrt.

Nein, es ist empfehlenswert aber keine Pflicht.

Die Gemeingebrauchsverordnung der Bezirksregierung Arnsberg regelt sämtliche Aktivitäten, die an und auf den Talsperren des Ruhrverbands zulässig sind. Das „Baden“ von Tieren gehört nicht zu dem dort aufgeführten Gemeingebrauch und ist daher nicht gestattet. Hinzu kommt, dass die Pferde auch gar nicht ins Wasser geführt werden dürfen, denn auch für Menschen ist das Baden in den Talsperren nur an ausgewiesenen Badestellen erlaubt, an denen Tiere wiederum nicht zugelassen sind.

Angeln

Es gibt keine klassischen Tiefenkarten.
Einzelne Tiefenangaben finden Sie auf unserer Internetseite „Angeln im Sauerland“  www.angeln-im-sauerland.de/aktuell/

Die Wasserschutzgebietsverordnung wurde von der Bezirksregierung Arnsberg erlassen. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle der Bezirksregierung:  www.bezreg-arnsberg.nrw.de/presse/

Eine Angelmöglichkeit besteht an der Versetalsperre. Weitere Hinweise finden Sie unter folgendem Link: www.angeln-im-sauerland.de/aktuell/

Das Angeln im Hevevorbecken ist nur mit einem Fischereierlaubnisschein gestattet. Aufgrund geringer Kontingente gibt es dafür eine Warteliste.

Weitere Informationen zum Angeln im Sauerland finden Sie unter folgendem Link:
www.angeln-im-sauerland.de/aktuell/

Sonstige Fragen

Der Ruhrverband bietet SchülerInnen, SchulabgängerInnen und StudentInnen die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika Einblicke in den Arbeitsalltag zu gewinnen und erste Berufserfahrungen zu sammeln. Unter folgendem Link finden Sie genauere Informationen sowie die entsprechenden AnsprechpartnerInnen: www.ruhrverband.de/ueber-uns/karriere/praktikum/

Unter folgendem Link finden Sie verschiedene Besichtigungsangebote mit den entsprechenden Kontaktdaten: www.ruhrverband.de/sport-freizeit/besichtigungen/

Dort werden zum Beispiel Führungen an unseren Talsperren, Stauseen oder in unserer Historischen Sammlung angeboten.

Die Reinigung erfolgt einmal pro Woche. Da es jedoch Waldwege sind, ist dort mit kleinen Ästen oder Blättern zu rechnen.

Der Ruhrverband genehmigt keine Hausboote auf den Talsperren. Die hauptsächliche Begründung dafür ist das Verbot für Toiletten gemäß Freizeitordnung Punkt 3.4: „Weiter dürfen keine Wasserfahrzeuge die Talsperren befahren, die chemische Toiletten oder Pumptoiletten haben.“
Die gewerbliche Nutzung eines Hausbootes ohne Toiletten ist nicht vertretbar. Daher wurde und wird die Nutzung von Hausboote durch den Ruhrverband nicht genehmigt.

Schwimmkerzen sind auf den Talsperren nicht zulässig. Die Talsperren des Ruhrverbands müssen, um ihre wasserwirtschaftlichen Hauptaufgaben zuverlässig erfüllen zu können, vor allen vermeidbaren Verschmutzungen und Belastungen geschützt werden – so fordert es die aktuell gültige Gemeingebrauchsverordnung. Diese formuliert auch die entsprechenden Nutzungseinschränkungen. Sie finden die aktuell gültige Gemeingebrauchsverordnung unter folgendem Link: www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/a/amtsblatt/2011/abl_11_16.pdf

Für diese Frage relevant ist vor allem § 12 der Verordnung, der die Vegetation der Uferflächen und Uferrandstreifen mit Blick auf die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes unter Schutz stellt und insbesondere offenes Feuer in diesen Bereichen explizit untersagt. Ein unkontrolliertes Aussetzen von Schwimmkerzen, die ggf. in Richtung Ufer abgetrieben werden könnten, ist daher nicht genehmigungsfähig.

Eine Räum-/ Streupflicht besteht nicht. Die Randwege werden nur geräumt, wenn dies aus betrieblichen Gründen erforderlich ist.

Dieser Text wurde in Zusammenarbeit mit dem Bund-Länder-Arbeitskreis Badewässer sowie der Badewasserkommission am 17.05.2018 entwickelt.

 

Was sind antibiotikaresistente Bakterien?

Als antibiotikaresistente Bakterien werden solche Bakterien bezeichnet, die auf ein Antibiotikum oder mehrere Antibiotika nicht sensibel reagieren, d.h. gegenüber der Wirkung dieser Stoffe resistent sind. Infektionen mit diesen Bakterien sind deswegen meist schwieriger mit üblichen Antibiotika zu behandeln.

Die Resistenz von Bakterien gegenüber Antibiotika kann eine natürliche Eigenschaft sein oder erworben werden. Bakterien können eine Resistenz durch Mutation sowie durch Gentransfer von bereits resistenten Bakterien erwerben. Sie entwickeln sich insbesondere dort,  wo Antibiotika eingesetzt werden, da sie dann einen Überlebensvorteil haben. Hot spots für die Entstehung von antibiotikaresistenten Bakterien sind daher Kliniken und die landwirtschaftliche Tierhaltung, da dort Antibiotika viel und häufig angewendet werden. Von dort gelangen sie mit dem Abwasser oder durch die Ausbringung von Klärschlämmen, Gülle oder Gärresten aus Biogasanlagen in die Umwelt. In der Umwelt kann es zur weiteren Bildung und Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien kommen.

 

Warum kommen antibiotikaresistente Bakterien in Badegewässern vor?

Badegewässer sind Teile von Seen, Flüssen oder der Nord- und Ostsee. Sie sind nicht nur zum Baden da sondern meist vielfältigen Nutzungen ausgesetzt und können daher aus unterschiedlichen Quellen verunreinigt werden. Insbesondere aus Abwasser-, oder Mischwassereinleitungen sowie aus Abschwemmungen von landwirtschaftlichen Flächen können fäkale Verunreinigungen und damit auch Krankheitserreger und antibiotikaresistente Bakterien in die Badegewässer gelangen. Auch viele Menschen sind Träger resistenter Bakterien und können diese beim Baden in ein Badegewässer einbringen. Außerdem gibt es auch Umweltbakterien mit einer natürlichen Resistenz gegenüber Antibiotika (siehe auch Frage oben).

 

Kommen antibiotikaresistente Bakterien in allen Badegewässern vor?

Die Wasserqualität in Badegewässern wird während der Badesaison zum Schutz der Badenden von den zuständigen Länderbehörden gemäß den Vorgaben der EG-Badegewässerrichtlinie 2006/7/EG regelmäßig mindestens einmal im Monat überwacht. Dabei wird das Ausmaß der fäkalen Verunreinigung durch den Nachweis ausgewählter Darmbakterien (E. coli und intestinale Enterokokken) festgestellt. Die Badegewässer erhalten eine Qualitätseinstufung: von ausgezeichnet über gut und ausreichend bis zu mangelhaft. Bei mangelhafter Badegewässerqualität wird vom Baden abgeraten oder ein Badeverbot ausgesprochen.

Je schlechter die hygienische Wasserqualität, desto höher ist die fäkale Belastung des Badegewässers und damit die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheitserreger und auch antibiotikaresistente Bakterien vorkommen. Beim Schwimmen in Badegewässern mit ausgezeichneter oder guter Qualität ist ein Kontakt mit Bakterien mit erworbener Antibiotikaresistenz daher unwahrscheinlich. 

 

Kann ich beim Baden in Badegewässern krank werden?

Bei Badegewässern handelt es sich um natürliche Oberflächengewässer, die einer Vielzahl von Pflanzen, Tieren und auch Mikroorganismen als Lebensraum dienen, von denen einige beim Menschen gesundheitliche Probleme auslösen können. 

Das Auftreten von Bakterien, die Infektionen auslösen können, ist unabhängig vom Auftreten antibiotikaresistenter Bakterien dann problematisch, wenn bei schlechter Wasserqualität bestimmte Bakterienkonzentrationen im Wasser überschritten werden. Infektionen können dann mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auftreten. Für Personen, die nicht an bestimmten gesundheitlichen Einschränkungen leiden, ist das Infektionsrisiko beim Baden in Badegewässern aber gering. Es können je nach Wasserqualität z.B. milde Durchfallerkrankungen oder Ohrenentzündungen auftreten. Wer gesund ist, kann daher ohne Bedenken an allen Badegewässern ins Wasser gehen, die nicht von den Behörden gesperrt wurden, da diese regelmäßig überwacht werden. Aber: Wenn Sie Hauterkrankungen oder offene Wunden haben, längere Zeit Antibiotika einnehmen oder eine Immunschwäche haben, sollten Sie vor dem Baden Ihre Ärztin oder Ihren Arzt fragen – und im Zweifel besser auf das Baden in Badegewässern verzichten. 

 

Was kann passieren, wenn ich in einem Badegewässer, in dem Bakterien mit Antibiotikaresistenzen vorkommen, schwimmen gehe oder Wassersport treibe?

Durch das Vorhandensein antibiotikaresistenter Bakterien ergibt sich kein erhöhtes Infektionsrisiko beim Baden in einem Badegewässer. Denn: antibiotikaresistente Krankheitserreger führen nicht häufiger zu Infektionen als nicht antibiotikaresistente Krankheitserreger. Hinsichtlich ihrer krankmachenden Eigenschaften ergibt sich normalerweise kein Unterschied. Allerdings ist eine möglicherweise auftretende Infektion mit resistenten Bakterien oft schwieriger zu therapieren. 

Es kann aber z.B. vorkommen, dass sich manche antibiotikaresistente Bakterien, die mit verschmutztem Wasser beim Schwimmen verschluckt werden, im Darm ansiedeln. Da die Konzentration von antibiotikaresistenten Bakterien in Badegewässern gering ist und ein Großteil der Bakterien bei der Passage durch den Magen abgetötet wird, ist dies aber nur in Einzelfällen zu erwarten. 

Je intensiver der Kontakt mit dem Wasser ist, desto mehr Wasser wird verschluckt und desto eher kann es zur Aufnahme von antibiotikaresistenten Bakterien kommen. Daher kann es bei einigen Wassersportarten wie z.B. Surfen im Vergleich zum Schwimmen häufiger vorkommen, dass Bakterien (auch solche mit Resistenzen) verschluckt werden. Außerdem halten sich Wassersportler oft in Gewässern auf, die keine Badegewässer sind und eine schlechtere Wasserqualität aufweisen.

 

Werde ich krank, wenn ich antibiotikaresistente Bakterien z.B. im Darm oder in der Nase trage?

Eine bloße Besiedlung mit antibiotikaresistenten Bakterien in Menschen mit gesundem Immunsystem führt nicht zu einer Erkrankung. Studien haben gezeigt, dass in der normalen Bevölkerung in Europa 5 % bis 7 % der Personen bestimmte resistente Bakterien (ESBL E. coli) im Darm tragen ohne zu erkranken.  Weiterhin kommen andere antibiotikaresistente Bakterien (MRSA) als Bestandteil der normalen bakteriellen Flora im Nasen-Rachen-Raum in 2 % bis 3 % der normalen Bevölkerung in Deutschland vor.

Es kann aber Situationen geben, in denen sich eine Besiedlung mit antibiotikaresistente Bakterien negativ auswirkt. So können z.B. ESBL E. coli aus dem Darm bei geschwächtem Immunsystem Harnwegsinfektionen auslösen, die dann schlechter behandelbar sind.

 

Warum wird die Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien in der Umwelt kritisch gesehen?

Antibiotikaresistente Bakterien, auch solche, die keine Krankheitserreger sind, kommen heutzutage häufiger in der Umwelt vor als früher. Die Besorgnis ist, dass durch erhöhte Konzentrationen von Resistenzgenen in der Umwelt auch neue Kombinationen von Resistenzen bei Bakterien entstehen können. Bei Aufnahme solcher resistenten Bakterien könnten dann zum Beispiel im Darm von Menschen die Resistenzgene auf bisher nicht resistente oder bereits gegenüber anderen Antibiotika resistente Krankheitserreger übertragen werden. Schlimmstenfalls bilden sich so neue, multiresistente Krankheitserreger, die gegen mehrere Antibiotika resistent sind und dann ein Problem für die Therapie gerade von krankenhausvermittelten Infektionen darstellen können.

Wenn Personen, die solche Krankheitserreger im Darm tragen, diese in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen eintragen – entweder weil sie selbst krank sind oder auch als Besucher – könnte es zu einer Übertragung auf empfindliche Patienten kommen, die dann erkranken können. Aufgrund der Antibiotikaresistenz lassen sich solche Infektionen nur schwer oder im Extremfall gar nicht mehr behandeln.

Welche Rolle der Weg über die Umwelt bei der Entstehung und Verbreitung antibiotikaresistenter Krankheitserreger - im Vergleich zur Entstehung im Klinik- oder Tierhaltungsbereich und der Übertragung durch direkten Kontakt oder Lebensmittel – spielt, ist aktuell Gegenstand mehrerer großer Forschungsvorhaben.