Ein gemeinsames Bauprojekt des Ruhrverbands und der Entwässerung Essen GmbH hat das Kanalnetz im Essener Süden fit für die Zukunft gemacht: Der Stauraumkanal in der Sackgasse Deilbachufer ist in Betrieb gegangen. Er schließt eine der letzten Lücken der Abwasserbehandlung im Einzugsgebiet der Kläranlage Essen-Kupferdreh.
Der Stauraumkanal liegt in der Straßenmitte und konnte auch nicht an den Rand der Verkehrsfläche verlegt werden, da die Straße auf einer Seite eine geschlossene Wohnbebauung aufweist und auf der anderen Seite unmittelbar an eine marode Bruchsteinmauer grenzt, hinter der die Uferböschung zum wesentlich tiefer gelegenen Deilbach steil abfällt. Obwohl der Stauraumkanal im unterirdischen Vortrieb erstellt wurde, war die Straße während der Bauzeit jeweils nur in Teilabschnitten nutzbar, da die zahlreichen Schächte sowie die Anschlüsse an vorhandene Leitungen in offenen Baugruben erstellt werden mussten.
Im Vorfeld wurde deshalb eine bereits existierende Fußgänger- und Rohrbrücke über den Deilbach durch eine auch für Bau-, Müll- und Rettungsfahrzeuge benutzbare Behelfsbrücke ersetzt. Nach der Wiederherstellung der Straße konnte das Provisorium zurückgebaut und durch eine neue Fußgängerbrücke unter Kostenbeteiligung der Stadt ersetzt werden. Intensive Abstimmungen mit den Stadtwerken Essen machten es zudem möglich, dass diese nahezu parallel zu den Arbeiten des Ruhrverbands ihre Versorgungsleitungen erneuern konnten. Durch frühzeitige Einbindung und ständige Information haben die AnwohnerInnen die Maßnahme trotz erheblicher Einschränkungen bei der Erreichbarkeit ihrer Wohnungen und des vorübergehenden Wegfalls von Parkraum überwiegend positiv begleitet.