Wassergütewirtschaft
Der Ruhrverband hat in den Jahren 1990 bis 2006 rund 1,6 Milliarden Euro investiert, um seine Kläranlagen so auszubauen, dass die Nährstoffe Phosphor und Stickstoff weitgehend zurückgehalten werden. Er erfüllte damit die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen an die Abwasserreinigung, die als Reaktion auf das Robbensterben und die Algenpest in der Nordsee seit Ende der 1980er-Jahre deutlich verschärft worden waren.
Nach Abschluss dieses Kläranlagenausbauprogramms hat der Ruhrverband seine Investitionstätigkeit in der Wassergütewirtschaft erheblich zurückfahren können. Die derzeitigen Anlagen erfüllen den notwendigen Stand der Technik in vollem Umfang und erfordern daher zurzeit im Wesentlichen nur noch Erhaltungsinvestitionen.
Im Geschäftsjahr 2009 betrugen die Investitionen im Bereich Gewässergütewirtschaft rund 23,9 Millionen Euro – insbesondere für Maßnahmen der Niederschlagswasserbehandlung.
Der Anteil an der Beitragsumlage, der durch Aufwand für ab 2006 getätigte erstmalige Neuinvestitionen entstanden ist, betrug im Jahr 2009 lediglich 0,54 Prozent. Diese erfreuliche Entwicklung kann in den nächsten Jahren fortgesetzt werden, soweit und solange der Gesetzgeber keine weiteren Verschärfungen der Reinigungsstandards beschließt.
Wassermengenwirtschaft
In der Wassermengenwirtschaft wurden im Geschäftsjahr 2008 folgende Baumaßnahmen durchgeführt:
Im Jahr 2008 betrugen die Investitionen im Bereich Wassermengenwirtschaft rund 3 Millionen Euro.