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Entwicklung der Wasserqualität der Ruhr

Diagramm Ammonium

Ammonium-Stickstoff (NH4-N) gelangt aus diffusen Quellen (zum Beispiel aus der Landwirtschaft) und aus Abwässern in die Gewässer. In der Ruhr bei Essen-Rellinghausen traten in den 1970er-Jahren im Winter zeitweise noch Spitzenkonzentrationen über 2 mg/l auf, im Jahresdurchschnitt wurden Werte bis zu 1 mg/l erreicht. Heute liegen die mittleren Konzentrationen in der Ruhr auf einem sehr niedrigen Niveau unter 0,05 mg/l. Dies ist eine Auswirkung der verschärften gesetzlichen Anforderungen, die als Reaktion auf das Robbensterben und die Algenpest in der Nordsee an die Abwasserreinigung gestellt wurden. Aufgrund dieser schärferen Grenzwerte hat der Ruhrverband bis Ende 2005 seine Kläranlagen so ausgebaut, dass Ammonium-Stickstoff in Nitrat-Stickstoff und dieser wiederum in Luftstickstoff umgewandelt wird.

Diagramm Phosphor

Phosphor ist der Nährstoff, der die Eutrophierung von Gewässern limitiert. Er gelangt im Wesentlichen über kommunale Abwässer und landwirtschaftliche Einträge in die Gewässer. Vor allem durch die dritte Reinigungsstufe in den Kläranlagen (Phosphatfällung) konnte eine deutliche Verminderung der Phosphorbelastung der Gewässer erreicht werden. Dies zeigt sich sehr deutlich an den Gehalten in der Ruhr bei Essen-Rellinghausen, wo bereits seit Anfang der 1990er-Jahre im Jahresdurchschnitt Werte unter 0,2 mg/l und seit 2006 sogar unter 0,1 mg/l gemessen werden.

Diagramm CSB

Der Chemische Sauerstoffbedarf (CSB) kennzeichnet die Menge an Sauerstoff, die zur Oxidation der im Wasser enthaltenen organischen Stoffe erforderlich ist. Er ist somit ein Maß für die organische Belastung eines Gewässers. Die zeitliche Entwicklung verdeutlicht eine stetige Abnahme des CSB im Jahresmittel. So wurden Mitte der 1970er-Jahre noch Werte um 20 mg/l gemessen, aktuell sind es etwa 10 mg/l.

  

Diagramm Nickel

Schwermetalle kommen in allen Gewässern vor. Ihre Konzentrationen sind zum Teil natürlichen Ursprungs, aber auch regional anthropogen beeinflusst. Am Beispiel der Nickelgehalte zeigt sich die nachhaltige Qualitätsverbesserung des Ruhrwassers. So konnte vor allem durch abwassertechnische Maßnahmen seitens der metallbe- und -verarbeitenden Betriebe im Ruhreinzugsgebiet die durchschnittliche Nickelbelastung, die in der Phase der stärksten Belastung bis zu 65 µg/l betrug, stetig vermindert werden. Bereits Anfang der 1990er-Jahre waren es weniger als 10 µg/l, aktuell sind es im Jahresdurchschnitt rund 3 µg/l.

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