Der Ruhrverband hat im September 2011 mit den Vorbereitungen für den Anschluss der Kläranlage Ennepetal-Rüggeberg an die Kläranlage Gevelsberg begonnen. Auf fast vier Kilometern müssen dazu Rohre durch das Heilenbecker Tal bis zum Kanalnetz der Stadt Ennepetal verlegt werden. Ein Vorteil der Maßnahme ist, dass mehrere Dutzend Häuser und Gewerbebetriebe im Heilenbecker Tal neu an die Kanalisation angeschlossen werden können. Der Anschluss soll im zweiten Quartal 2012 fertig gestellt sein, der Rückbau der Kläranlage Rüggeberg ist bis Ende 2012 geplant. Zur Aufgabe der Kläranlage Rüggeberg hat sich der Ruhrverband auf Basis einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung entschieden. Inzwischen ist die Bausubstanz der 1959 in Betrieb genommenen Kläranlage so in die Jahre gekommen, dass größere Sanierungen unumgänglich wären.
Auch die 1969 für 4.400 Einwohnerwerte gebaute Kläranlage Lennestadt-Bilstein ist am 31. Dezember 2011 außer Betrieb genommen worden und wird jetzt abgerissen. Bereits im August 2011 hat der Ruhrverband daher mit dem Bau eines Regenüberlaufbeckens mit 240 Kubikmetern Stauvolumen (plus 90 Kubikmetern im Zulaufkanal) und eines rund 1.000 Meter langen Anschlusssammlers bis zum Ortsteil Lennestadt-Bonzel begonnen. Der Kanal ist noch vor Jahresende 2011 in Betrieb genommen worden.