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Maßnahmen an Gewässern zur Verbesserung des ökologischen Zustands

Ausweislich der Bestandsaufnahmen und der Ergebnisse des Gewässermonitorings gemäß den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) sind zur Erreichung des angestrebten guten Zustands vor allem Maßnahmen im Bereich der Gewässermorphologie notwendig. Um hier unter Berücksichtigung ökosystemarer Zusammenhänge des Fließgewässersystems eine sinnvolle Auswahl und Anordnung von Maßnahmen zu ermöglichen, hat der Ruhrverband mit dem Deutschen Rat für Landespflege e. V. (DRL) das Konzept der "Strahlwirkung" entwickelt. In einem finanziell durch das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) in Nordrhein-Westfalen und die Lennart-Bernadotte-Stiftung geförderten Projekt wurden hierfür ausschlaggebende Mechanismen untersucht und Grundlagen für deren Umsetzung in die Planung abgeleitet. Die Ergebnisse dieses Projekts sind in Heft 81 der Schriftenreihe des DRL dokumentiert und unter diesem Link zu erreichen.

Das Konzept der "Strahlwirkung" stellt einen wesentlichen Baustein der Maßnahmen zur Umsetzung der EG-WRRL dar und wird von Politik, Verwaltung und Fachkreisen unterstützt und bereits gezielt aufgegriffen. Es ist auch unter dem Namen "Trittsteinkonzept" bekannt.

"Ranunculus fluitans" in der Ruhr bei Hattingen

Im Rahmen von orientierenden Feldversuchen hat der Ruhrverband in den Jahren 2007 bis 2009 zudem untersucht, inwieweit die gezielte Ansiedlung von Makrophyten zur ökologischen Zustandsverbesserung von Fließgewässern beitragen kann. Makrophyten stellen eine der vier in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie als Indikatoren für den angestrebten guten ökologischen Zustand genannten biologischen Qualitätskomponenten dar. Aufgrund angezeigter bestehender Defizite hinsichtlich dieser Qualitätskomponente erscheint es zweckmäßig, diese durch eine gezielte Einsetzung von Makrophyten mit dem Ziel einer Initiierung der Pflanzenentwicklung (Impfung), zur Schaffung von Aufwuchshabitaten für faunistische Elemente und damit zur späteren Indikation eines guten Gewässerzustands zu beheben. Diesem Ansatz kommt insbesondere in strukturell stark veränderten Gewässerabschnitten Bedeutung zu, da hier dem kompensatorischen Ansatz über die Strahlwirkung wahrscheinlich deutlich der Vorzug gegenüber morphologischen Veränderungen zu geben ist. Gezielt an der Ruhr im Bereich Hattingen-Welper durchgeführte Voruntersuchungen zur Makrophytenausbringung in Fließgewässer belegen vom Ergebnis her deren prinzipielle Eignung als Lebensraum für heimische Pflanzenarten.

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