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Ruhrverband treibt Waldumbau weiter voran

Der Ruhrverband hat im November 2010 damit begonnen, in den Wäldern rund um seine Talsperren 80.000 Bäume, vornehmlich Rotbuchen und Eichen, zu pflanzen. Damit soll der Waldumbau von standortfremden Fichten- in standortgerechte Laubmischwälder weiter vorangetrieben werden. Ein Laubmischwald besitzt nämlich nicht nur mit über 2.000 verschiedenen Arten eine viel höhere biologische Vielfalt als ein Fichtenwald mit nur 180 Arten, er ist auch weniger sturmanfällig und wirkt sich positiv auf das Wasserrückhaltevermögen des Bodens aus.

Die Rotbuchen werden zum Teil unter noch stehenden Fichten angepflanzt. Sie haben dadurch einen Wachstumsvorsprung, wenn die alten Fichten geerntet werden. Außerdem werden dadurch Kahlflächen mit ihren nachteiligen Auswirkungen auf das Wasser vermieden. Dieses Verfahren funktioniert, da die Buche als so genannte Schattbaumart auch mit wenig Licht zurechtkommt.

Durch Käferfraß oder Stürme entstandene „Löcher“ in den Fichtenbeständen werden ebenfalls konsequent für die Laubbaumaufforstung genutzt, was den angestrebten Waldumbau zusätzlich fördert. Ein weiterer Teil der jungen Bäume ist als Ersatz für Trocknisausfälle bestimmt: Der Ruhrverband hat zwar die durch den Orkan „Kyrill“ entstandenen Windwurfflächen in seinen Wäldern wieder aufgeforstet, doch da im trockenen Sommer 2010 zahlreiche Jungpflanzen Schaden genommen haben, werden diese durch neue Pflanzen ersetzt.  

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